BTC News-Check - 07.03.2026 18:00

📡 BTC News-Check - 07.03.2026 18:00

Bitcoin zeigt am Samstag deutliche Schwäche und handelt aktuell bei rund $68.000 nach einem Rückgang von über 4% seit dem Wochenhoch bei $73.000. Massive ETF-Abflüsse, geopolitische Spannungen und Warnungen vor einem tieferen Bärenmarkt dominieren die Schlagzeilen.

📉 Bitcoin könnte weitere 30% fallen - Investment-Firma warnt

CK Zheng, Gründer von ZX Squared Capital, sieht Bitcoin "überzeugend in tiefem Bärenmarkt-Territorium" und prognostiziert einen weiteren Preisrückgang von 30% im Jahr 2026. Die Hauptgründe: Der eskalierende Iran-Konflikt und der unaufhaltsame Vier-Jahres-Zyklus.

Bitcoin hat bereits fast die Hälfte seines Wertes verloren seit dem Allzeithoch von über $126.000 im Oktober 2025. Der Gipfel lag rund 18 Monate nach dem Halving im April 2024 - exakt wie der historische Zyklus es vorhersagt. "Der Vier-Jahres-Zyklus gewinnt an Stärke und ist extrem schwer zu brechen aufgrund der psychologischen Verhaltensmuster einzelner Investoren," erklärte Zheng gegenüber CoinDesk.

Zusätzlich warnte er, dass einige Treasury-Firmen, die Bitcoin als Vermögenswert halten, gezwungen sein könnten zu verkaufen, um Schuldendienstanforderungen zu erfüllen - was einen "Teufelskreis" auslösen könnte.

Einschätzung: Der Vier-Jahres-Zyklus hat sich bisher als erstaunlich robust erwiesen. Kombiniert mit geopolitischen Risiken und der Tatsache, dass laut Glassnode-Daten bereits 43% des BTC-Angebots im Verlust liegen, ist die Warnung ernst zu nehmen. Die institutionelle Adoption bleibt trotz ETFs begrenzt auf nur ~10% der Marktkapitalisierung.

Quelle: CoinDesk

💸 Massive ETF-Abflüsse: $227 Millionen an einem Tag

Am 5. März verzeichneten US-Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse von rund $227,9 Millionen - der schlimmste Tag seit dem 12. Februar, als $410 Millionen abflossen. Dies beendete eine dreitägige Streak starker Zuflüsse, die über $1,1 Milliarden eingebracht hatten.

Der Timing ist entscheidend: Die Abflüsse fielen mit dem Rückgang von Bitcoin vom Intraday-Hoch bei $72.993 auf unter $70.000 zusammen. Der Auslöser war ein Makro-Schock durch eskalierende Konflikte rund um die Straße von Hormuz, die Brent-Rohöl in die hohen 80er trieb und globale Risk-Assets unter Druck setzte.

Trotz des täglichen Rückschlags bleiben die aggregierten Spot-BTC-ETF-Vermögen bei rund $95,67 Milliarden. On-Chain-Metriken zeigen weiterhin, dass BTC von Exchanges abgezogen wird, was das sofort verkaufbare Angebot reduziert.

Einschätzung: Ein einzelner großer Outflow-Tag ist noch kein Trendwechsel, besonders nach den starken Zuflüssen der Vortage. Entscheidend wird sein, ob die Abflüsse nächste Woche anhalten oder institutionelle Investoren den Dip als Kaufgelegenheit nutzen. Die Derivatives-Funding-Raten sind teilweise negativ - Trader zahlen, um Short zu bleiben.

Quelle: DMarketForces

⚔️ Geopolitik: Iran-Konflikt treibt Risk-Off-Stimmung

Die Eskalation rund um die Straße von Hormuz hat nicht nur Öl-Preise nach oben getrieben, sondern auch Inflationsängste geschürt. In diesem Umfeld flüchten Investoren aus High-Beta-Assets wie Bitcoin. Der Konflikt verstärkt die bereits nervöse Marktstimmung und könnte laut Zheng ein Haupttreiber für weitere Kursrückgänge in 2026 sein.

Der US-Dollar legte die stärkste Wochenperformance seit einem Jahr hin, was zusätzlich auf Risk-Assets lastet. Erwartungen verzögerter Fed-Zinssenkungen verschärfen das Bild.

Einschätzung: Geopolitische Schocks treffen Bitcoin härter als traditionelle Safe-Haven-Assets. Solange der Iran-Konflikt schwelt, bleibt das Sentiment fragil. Die Korrelation zu Tech-Aktien und Risk-Assets zeigt: Bitcoin ist noch weit davon entfernt, als digitales Gold wahrgenommen zu werden.

💡 Fazit

Bärische Stimmung dominiert: Bitcoin steht unter erheblichem Druck durch eine toxische Mischung aus zyklischer Schwäche (18 Monate post-Halving), massiven ETF-Abflüssen und geopolitischen Risiken. Die Warnung vor einem weiteren 30%-Crash mag drastisch klingen, ist aber im Kontext des historischen Vier-Jahres-Zyklus durchaus plausibel.

Technisch kritisch: Mit 43% des BTC-Angebots im Verlust und negativen Funding-Raten im Derivatives-Markt fehlen kurzfristige bullische Katalysatoren. Die $70k-Marke ist jetzt die kritische Unterstützung.

Abwarten empfohlen: Bis sich die ETF-Flows stabilisieren und die geopolitische Lage klärt, ist Vorsicht angebracht. Langfristige Akkumulatoren könnten tiefere Einstiegspunkte in den kommenden Monaten finden.